Managergehälter und deren steuerliche Abzugsfähigkeit begrenzen!

 

In den letzten Jahren gab es immer wieder Meldungen über obszön hohe Gehälter von Spitzenmanagern in Deutschland. Dabei hat sich die Vorstandsvergütung vollständig von der allgemeinen Lohn- und Einkommensentwicklung abgekoppelt. Ich bin überzeugt, dass eine solche Vergütungsstruktur langfristig den sozialen Frieden  gefährdet.

Im Deutschen Bundestag wurde die Frage nach einer verpflichtenden Begrenzung von Managergehältern Ende Oktober kontrovers diskutiert. Bei der Aussprache habe ich im Plenum klar gemacht, dass ich mit einer verbindlichen Beschränkung der Managervergütung sehr gut leben könnte.

Dabei muss eine Deckelung der Managergehälter aber mit einer Änderung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Vorstandsgehältern einhergehen. Denn: Vorstandsbezüge werden steuerlich aktuell als Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit im Sinne des Einkommenssteuerrechts eingestuft. Das heißt, dass diese „Einkünfte“ vollumfänglich als Betriebsausgaben für die Unternehmen abzugsfähig sind.

Es kann und darf aber nicht sein, dass Steuerzahlerinnen und Steuerzahler indirekt unverschämt hohe Managergehälter durch Steuerentlastungen für Unternehmen mittragen müssen. Die SPD fordert deshalb bereits seit Jahren, dass Bezüge über 500.000€ pro Jahr für Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft nur noch hälftig steuerlich als Betriebsausgabe abziehbar sind.

 

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